Safe!-Studie

Eine Studie zu Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Nachfolgend finden Sie ausführliche Informationen zur Studie, ihren Zielen, Inhalten und zum Ablauf der Befragung.

Eine Jugendstudie zu Gewalterfahrungen und ihren Folgen

Um Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt zu schützen, brauchen wir verlässliche Erkenntnisse darüber, wie häufig Gewalt vorkommt, in welchen Formen sie auftritt, wo Kinder und Jugendliche nach Hilfe suchen – und wie sich das im Laufe der Zeit verändert. Aktuell fehlen hierzu jedoch wissenschaftlich verlässliche Zahlen. Um Trends und damit auch die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen überprüfen zu können, ist darüber hinaus eine regelmäßige Durchführung solcher Studien unerlässlich.

Logo Safe!-Studie

Aus diesem Grund führt das Zentrum für Forschung zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen (ZEFSG) im Jahr 2026 eine bundesweite Befragung von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen an Regelschulen durch. Befragt werden Jugendliche ab 14 Jahren. Ziel der Studie „Safe! – Bundesweite Jugendstudie zu Gewalterfahrungen und deren Folgen“ ist es, diese Forschungslücke zu schließen und damit langfristig dazu beizutragen, dass sich Kinder und Jugendliche sicherer fühlen.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie ausführliche Informationen zur Studie, ihren Zielen, Inhalten und zum Ablauf der Befragung.

Haben Sie Fragen zur Safe!-Studie?

Sie erreichen das Safe! - Studienteam unter:

Studienhotline: 01733462198
E-Mail: safe-studie.kjp@uniklinik-ulm.de

Was ist das Besondere an dieser Studie?

Diese Studie ist die erste bundesweite repräsentative Befragung von Jugendlichen zu ihren Erfahrungen mit Gewalt – und gibt damit jungen Menschen selbst eine Stimme. Anders als bisherige Studien, die sich auf die Erinnerungen Erwachsener an ihre Kindheit stützen, liefert die „Safe!-Studie“ aktuelle und direkte Einblicke in die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen heute.

Ein besonderer Fokus liegt dabei unter anderem auch auf Gewaltformen, die im Alltag Jugendlicher zunehmend an Bedeutung gewinnen – wie digitale Gewalt und Gewalt unter Gleichaltrigen (Peer-Gewalt). Gerade in diesen Bereichen gibt es bislang nur wenig belastbare Daten.

Um möglichst genaue und international vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, nutzt die Studie wissenschaftlich erprobte Instrumente, die weltweit eingesetzt werden. So schafft „Safe!“ eine verlässliche Grundlage, um Schutzmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln – für passgenaue Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird.

Informationen zur Schulbefragung

Eine Frau die den Kindern beim lernen hilft.

Für Schulleitungen, Lehr- und Fachkräfte an Schulen

Infomaterialien folgen in Kürze

Eine glückliche Frau umarmt 3 Kinder.

Für Eltern und Sorgeberechtigte

Infomaterialien folgen in Kürze
Infovideo folgt in Kürze

3 Frauen sitzen auf einer Treppe.

Für Jugendliche

Infomaterialien folgen in Kürze
Infovideo folgt in Kürze

Wie läuft die Befragung ab?

Vor Beginn der Befragung erhalten die teilnehmenden Schulen Informationsmaterial sowie Einwilligungserklärungen für die Jugendlichen und deren Sorgeberechtigten. In enger Abstimmung mit dem Forschungsteam wird anschließend ein geeigneter Befragungstermin festgelegt und passende Räumlichkeiten organisiert. Die Befragung selbst findet in der Schule statt und dauert maximal 90 Minuten. Die Durchführung der Befragung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Erhebungsinstitut IEA Hamburg.

Teil 1 – Informationsvideo: (ca. 5 Minuten):

Einführung in das Thema, Gewaltprävention und Hinweise zur Befragung

Teil 2 – Fragebogen (ca. 60 Min.)

Digitale Beantwortung von Fragen zu belastenden Erfahrungen, Lebensumständen, Wohlbefinden und Unterstützungsmöglichkeiten

Teil 3 – Hilfeangebote

Nach der Befragung erhalten die Jugendlichen Informationen zu professionellen Anlaufstellen und Unterstützungsangeboten

Kinder die an Computern sitzen.

Wichtig zu wissen!

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und kann auch während der Befragung jederzeit abgebrochen werden. 
Die Daten werden anonym erhoben, gespeichert, ausgewertet und veröffentlicht und können keiner einzelnen Person zugeordnet werden.

Welche Fragen werden gestellt?

Bei der Schulbefragung werden digitale Fragebögen verwendet, die folgende Themenbereiche erfragen:

  • Welche Arten von Gewalt erleben Jugendliche?
  • Wo wird Gewalt erlebt? – unter Gleichaltrigen (Peer-Gewalt), in der Freizeit, im Internet, in der Familie oder in der Schule.
  • Ob und wo wird nach Hilfe gesucht?
  • Wie wurde auf die Hilfesuche reagiert?
  • Warum reden Betroffene manchmal nicht über erlebte Gewalt? – z. B. aus Angst, Scham oder Unsicherheit.
  • Inwiefern wirken sich die erlebten Erfahrungen auf den Alltag der Jugendlichen aus?
Eine Reihe von Fragezeichen in Sprechblasen.

Welche begleitenden Hilfsmaßnahmen gibt es?

Das Ansprechen belastender Lebensereignisse kann vorübergehend emotionale Reaktionen auslösen. Studien zeigen jedoch, dass das Sprechen über schwierige Erfahrungen oftmals als positiv und entlastend empfunden wird. Sollte bei den Jugendlichen während oder nach der Teilnahme am Forschungsprojekt dennoch Unterstützungsbedarf auftreten, ist die Studie in ein umfassendes Hilfekonzept eingebettet. Dabei werden potenzielle Risiken für Komplikationen vor, während und nach der Befragung systematisch berücksichtigt und entsprechende präventive Maßnahmen implementiert, um Belastungen zu minimieren und eine sichere Teilnahme zu gewährleisten.

Einsatz geschulter Fachkräfte

Am Tag der Befragung stehen den Jugendlichen nach Möglichkeit in Kooperation mit lokalen Beratungsstellen qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung – für Beratung, Begleitung und weiterführende Hilfsangebote. Die Planung und Finanzierung dieser Maßnahmen erfolgen in Verantwortung der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM).

Studienhotline

Die Studienhotline steht während den üblichen Schulzeiten für Fragen zur Studie bereit.

Verweis auf Hilfeangebote

Darüber hinaus stehen viele Hilfeangebote zur Verfügung. 

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